Die Zeit danach

Grabstelle und Grabmal

Informationen zur Grabgestaltung und Pflege

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Nach der Beisetzung

Herrichten der Grabstelle, Abräumen der Kränze, auffüllen mit Mutterboden, Erstbepflanzung werden nicht mehr von den Friedhofsgärtnern gemacht. Die Herrichtung liegt in den Händen der Angehörigen. Sie können auch einen Gärtner für den Friedhof beauftragen. Je nach Friedhof und Grabart ist eine Einfassung erforderlich. Diese ist meistens vorgeschrieben. Informieren Sie sich bei der Friedhofsverwaltung oder bei Ihrem Steinmetz. Das Aufstellen von Grabmalen ist fast immer gebührenpflichtig. Der Steinmetz kennt diese und stellt auch den Antrag bei der Friedhofsverwaltung.Dauergrabpflege ist ein Angebot der Gärtner und kann von uns auch gerne vermittelt werden. Wenn Angehörige Grabstellen abgeben möchten, sei es durch einen Umzug oder wenn die Grabstelle nicht weiter von der Familie (bei Familiengruften) genutzt wird, kann man eine Dauergrabpflege auch über einen Zeitraum der Restnutzungszeit der Grabstelle abschließen. Ein komplettes Abräumen der Stellen wird dann erst nach dem Ablauf des Vertrages durchgeführt.  Weitere Informationen und Formulare über die Abgabe von Grabstellen auch nach der Nutzungsdauer erhalten Sie bei uns im Institut und bei der Friedhofsverwaltung.

 

Gestaltung von Grabstellen

Nach dem Tode eines Angehörigen, Freundes oder Lebenspartners beginnt eine Zeit des Suchens. In der akuten Zeit ,vor der Beisetzung, hat man meist nicht die Möglichkeit zu überlegen, wer kümmert sich um was, wer hilft mir hier; Der Bestatter kümmert sich um alles. Nur, was kommt danach, was passiert mit der Grabstelle wenn der Bestatter seine Arbeit getan hat, die meisten Freunde und Verwandten wieder ihrer eigenen Wege gehen, aber auch alle Rechnungen bezahlt sind. Wir haben versucht Ihnen hiermit einen kleinen Ratgeber zu geben, der Ihnen einen groben Weg beschreiben könnte.

Provisorische Erstanlage

Ungefähr 4 – 6 Wochen nach der Beisetzung beginnt die Arbeit an der Grabstelle. Die Trauerspenden, also Trauerkränze, Trauergestecke, Blumensträuße und Pflanzschalen, die nach der Beisetzung die Grabstelle abdecken, sind zum größten Teil verwelkt und unansehnlich. Die Pflanzschalen können auch weiterhin noch als Grabschmuck genutzt werden. Dazu kommt, daß die Blumen und Kränze, was sehr stark ortsabhängig ist, nicht immer optimal auf der Grabstelle verteilt werden. Alles in allem ist die Grabstelle nicht in dem Zustand, in dem man von einem Ort der Trauerbewältigung sprechen kann, und das sollte eine Grabstelle doch eigentlich sein; “ein würdevoll, aber auch pietätvoll gestalteter Ort der Ruhe und Trauerbewältigung”.

Erstarbeit und Grabschmuck

Die Trauerspenden, ausgenommen der dauerhaften Teile, wie z.B. Pflanzschalen, werden von der Grabstelle abgeräumt und fachgerecht entsorgt. Im Anschluß muß der Boden, der auf vielen Friedhöfen nicht als Pflanzerde geeignet ist, ausgetauscht werden. Man sollte von einer Austauschtiefe von ca. 15 – 20 cm ausgehen, das ist ungefähr das Erdvolumen, das Kleingehölze, Bodendecker und saisonale Blumen als Wurzelvolumen benötigen. Bei größeren Solitärs wird weiterhin der Boden im Pflanzloch ausgetauscht. Die Grabstelle wird nun eingemessen und mit Pflanzerde aufgefüllt. Der eingebrachte Boden wird verdichtet und mit Gefälle zum Weg eingebaut. Wichtig ist auf jeden Fall die Auswahl der Erde. Sie sollte strukturstabil und fest genug sein, um im Verlauf der Ruhezeit eine ideale Grundlage für gutes Pflanzenwachstum zu bieten. Je nach Jahreszeit wird noch eine provisorische Grabbepflanzung aus Saisonblühern durchgeführt, um dem Grab bis zur entgültigen Gestaltung ein entsprechendes Aussehen zu verleihen.

Grabzeichen – Grabstein – Denkmal

Bevor die Grabstelle endgültig bepflanzt werden kann, sollte man sich mit dem Grabmal auseinandersetzen. Hier ist die Entscheidung nicht einfach. Ich möchte an dieser Stelle dieses Thema nicht anschneiden, da es mit Sicherheit zu sehr ausufern würde. Nur soviel sei gesagt, - ein Grabmal sucht man für Jahrzehnte aus - das Denkmal sollte auf jeden Fall zu dem Verstorbenen passen - Handarbeit ist nicht unbedingt viel kostspieliger als Industriestandard Auf jeden Fall sollte man sich die entsprechende Zeit mit der Auswahl eines Grabmals lassen, und in dieser Zeit wird die Grabstelle provisorisch hergerichtet.

Dauerhafte Grabbepflanzung

Das Thema Grabgestaltung ist, genauso wie die Auswahl eines Grabmals, ein sehr ausladender Themenbereich, der innerhalb unseres Angebots unter dem Punkt Grabgestaltung umfassend behandelt werden soll. Wichtig ist mir nur, an diesem Punkt auf jeden Fall darauf hinzuweisen, daß man sich bei der Planung einer Grabbepflanzung und bei der Pflanzenauswahl, Zeit nehmen sollte, denn eine gute Grabanlage sollte, bei fachgerechter Grabpflege, einen Zeitraum von 8 – 10 Jahren überdauern. © by Hohlfeld / Gehron KG Marl

Internet Link für Grabpflege

Auf der Homepage der Gesellschaft für Dauergrabpflege gibt es zu der aktuellen Jahreszeit Tipps für die Grabpflege. Hier der Link.